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Geschichte

Futurismo Ltd. wurde im Jahr 1990 von Ruben Rodrigues gegründet. Unsere Wal-und Delphinbeobachtungstouren begannen wir 1996 an der Nordküste der Insel São Miguel. Später erweiterten wir unser Angebot und brachten es auch auf die Insel Pico sowie an die Südküste von São Miguel, wo heute alles weitergeführt wird. Über die Jahre hinweg ist es uns gelungen, eine Flotte mit verschiedenen Booten zu entwickeln. Unsere letzte Anschaffung in 2010 war unser Katamaran „Cetus“. Seit dem Jahr 2006 baut Futurismo seine touristischen Aktivitäten an Land aus und bietet neben geführten Wanderungen auch Touren mit dem Jeep oder Kleinbus an. Ein weiterer Schwerpunkt sind die Fahrradtouren – eine Aktivität, die immer mehr an Bedeutung gewinnt. Seit 2011 nennt sich das Unternehmen “Futurismo Azores Adventures” – wir sind das größte Unternehmen auf den Azoren, das zahlreiche Land- und Wasseraktivitäten auf dem gesamten Archipel anbietet – das ganze Jahr über! 

 

Futurismo nahm das Thema Walbeobachtung auf als Antwort auf die einstige Tradition der Waljagd – eine nachhaltige Aktivität, den Fokus auf den Schutz und Erhalt der Tiere gerichtet. Wir sind stolz darauf, den Umgang mit den Walen auf den Azoren umgekehrt zu haben und an die alten Traditionen dabei zu erinnern.

Pottwale wurden auf den Azoren bereits im 18. jahrhundert gejagt. Amerikanische Walfänger entdeckten diese Gewässer, die voll von Walen waren und sich in hervorragender Lage für den Walfang befanden, während sie auf ihren Wegen zwischen Amerika und Europa waren. Viele Azorer nahmen die Gelegenheit war, Teil der Besatzung auf den Booten zu werden und erwarben so die notwendigen Fähigkeiten für den Walfang. Später entwickelten die Walfänger weitere Techniken des Walfangs, die an die spezifischen Voraussetzungen der Azoren besser angepasst waren. Bevor Sie aufs Meer hinausfuhren, orteten Sie die Wale von dafür errichteten Aussichts- und Beobachtungspunkten an Land. Diese werden im Portugiesischen als “vigias” bezeichnet. Die Männer an den Beobachtungspunkten verfügten über starke Ferngläser, um die zerstreuten Wale auch weitab der Insel zu entdecken. Die Boote der azorischen Walfänger glichen Kanus, ausgestattet mit Seilen und Rudern. Die Lebensbedingungen auf den Azoren waren sehr schwierig. So wurde der Walfang einer der wichtigsten Industriezweige und fundamentales Wirtschaftsgut während eineinhalb Jahrhunderten.

Seit dem Beginn des Walfangs wuchs die weltweite Besorgnis um den Bestand und Erhalt der Tierarten. Zahlreiche Populationen wurden fast bis zur Ausrottung gejagt und sind noch immer vor dem Aussterben bedroht. Die Azorer reagierten hierauf und legten ihre Walfangindustrie 1986 still. Alte Boote der Walfänger wurden umgebaut zu Sportbooten und die Beobachtungspunkte wurden von nun an für die Walbeobachtungen und Forschung genutzt. Futurismo nutzt noch immer die traditionelle Methode, Wale und Delphine zu erspähen – von landseitigen Beobachtungspunkten und mit Hilfe starker Ferngläser.